Deutschland-Cup der Jungs abgeschlossen
  18.12.2018 •     HVW-Verband , Leistungssport , SHV-Verband , Leistungssport , Handball BW , BHV-Verband , Jugend-Leistungssport


Fynn-Luca Nicolaus fürs Allstar-Team nominiert

Mit zwei nach leistungsbezogenen Kriterien aufgestellten Teams nahm Handball Baden-Württemberg beim erstmalig durchgeführten Deutschland Cup in Berlin teil. Die Gastgeber waren es am Ende auch, die das Finale gegen Sachsen-Anhalt für sich entscheiden konnten. Baden-Württemberg I erwischte einen guten Start in ihrer als schwer eingestuften Vorrundengruppe. Das Team fand im ersten Spiel gegen Westfalen schnell Lösungen gegen die Abwehrvariationen des Gegners und sicherte sich mit 23:18 die ersten beiden Punkte. Leider fehlte es dem Team aber im gesamten Turnierverlauf an Konstanz, weshalb man sich im zweiten Spiel überraschend dem Handballverband Bayern mit 16:20 geschlagen geben musste. So ergab sich bereits in der Gruppenphase ein echtes Endspiel gegen Niedersachsen, gegen die Baden-Württemberg im November beim Vorbereitungsturnier in Hameln verloren hatte. Die Vorzeichen für dieses Spiel waren klar zu benennen: Ein Sieg würde den Gruppensieg, eine Niederlage den letzten Gruppenplatz bedeuten. Schlussendlich zeigte das Team eine hervorragende Leistung und gewann schließlich mit 26:20. Im Viertelfinale am Folgetag wartete mit Schleswig-Holstein eine Mannschaft, die ein Match auf Augenhöhe versprach. Genau das entwickelte sich schließlich auch. Zwar führte man über weite Strecken des Spiels, erlaubte dem Gegner aber zum Ende der Partie nochmals aufzuschließen. Schließlich war es dann die Auswahl aus Schleswig-Holstein, die das Momentum auf ihrer Seite und am Ende mit einem Tor Differenz (23:24) die Nase vorne hatten. Eine wirklich ärgerliche und vermeidbare Niederlage, auch wenn man sich sportlich gut präsentierte. Knappe drei Stunden später wartete das Zwischenrundenspiel gegen Mittelrhein auf die Jungs aus Baden-Württemberg. Schnell wurde klar, dass die Szenen aus der Endphase des Viertelfinales noch nicht verarbeitet waren. So lief man über die gesamte Dauer des Spieles einem Rückstand hinterher, konnte sich zwar nochmals in Schlagdistanz herankämpfen, verlor schlussendlich aber gerecht mit 26:28. Ein gebrauchter Tag für Handball Baden-Württemberg. Trotzdem muss man den Spielern ein Kompliment aussprechen, denn im Spiel um Platz 7 gegen Brandenburg, zeigten sie am folgenden Vormittag erneut eine spielerisch wie kämpferisch hervorragende Leistung und siegten schließlich mit 22:19. Für Baden-Württemberg II begann das Turnier gleich mit einer enorm schweren Aufgabe. Mit Sachsen-Anhalt, dem späteren Finalisten, wartete ein Topfavorit auf die Jungs aus dem Süden. Sie kämpften tapfer, allerdings zeigt das Ergebnis (15:24), dass hier nichts zu holen war. Direkt im Anschluss gegen den Handballverband Brandenburg zu spielen und aufgrund der Niederlage unter Zugzwang zu stehen, forderte den Spielern physisch und psychisch alles ab. Am Ende hieß es 18:18, was ein Weiterkommen immer noch zuließ. Dazu benötigte man allerdings einen hohen Sieg gegen Mecklenburg-Vorpommern. Mit dieser Prämisse im Hinterkopf startete das Team von Baden-Württemberg II mit vollem Einsatz in die Partie und konnte schließlich 25:17 gewinnen. Mit Schützenhilfe von Sachsen-Anhalt schien der Einzug ins Viertelfinale geschafft zu sein. Jedoch lieferte Sachsen-Anhalt nur insofern Hilfestellung, dass ein Ergebnis entstand, welches Baden-Württemberg II und Brandenburg in allen Vergleichsaspekten exakt identisch einstufte. So mussten die Jungs zwei Stunden nach ihrem Spiel erneut zum 7m-Werfen aufs Feld. Dieses verlor man schließlich durch einen einzigen Pfostentreffer. Selbst am nächsten Vormittag, im Spiel der Zwischenrunde gegen den Handballverband Sachsen, bemerkte man die unverarbeitete Enttäuschung der Jungs. Es funktionierte nicht viel und man musste sich 18:33 geschlagen geben. Doch auch Team II zeigte am Folgetag im Spiel um Platz 11 Charakter und schlug die Auswahl aus Rheinland-Pfalz mit 25:21. Für große Freude sorgte die Nominierung von Fynn-Luca Nicolaus ins Allstar Team des Deutschland Cups. Fynn habe hervorragende Leistungen im Rückraum und am Kreis gezeigt, so DHB Talentcoach Carsten Klavehn. Numerisch sind die Plätze 7 und 11 nicht das, was sich die Verantwortlichen in Baden-Württemberg erhofft hatten. Doch muss man den Jungs attestieren, über weite Strecken guten Handball gespielt zu haben. Für Team I war der Einzug ins Halbfinale und damit unter die Top 4 zum Greifen nahe. Die Tatsache, mit den Verbänden, die fast ausschließlich Internatsmannschaften entsprechen, Schritt halten zu können, stimmt positiv für die Zukunft und spricht eindeutig dafür, die Kräfte in Baden-Württemberg in Bezug auf den Deutschland Cup zu bündeln. Man wird nun analysieren, wie sich Abläufe in der Vorbereitungsphase weiter optimieren lassen. Allen Beteiligten und Helfern sei ein herzliches Dankeschön ausgesprochen. Zuerst sind hier die 32 Spieler zu nennen, die hundertprozentigen Einsatz für Baden-Württemberg gezeigt haben. Dank gilt auch unserer Physiotherapeutin Aleksandra Forstbauer, den Trainern Jürgen Lebherz und Alexander Lipps, dem leitenden Landestrainer des weiblichen Bereichs Nico Kiener sowie Leistungssportkoordinator Dr. Pavol Streicher.