Erhebung der Beach Handball Anlagen in Baden-Württemberg

Im Zeitraum Mai bis Juli 2020 wurde über eine Online-Abfrage eine Bestandsaufnahme aller Beach Handball-Anlagen der Handballvereine in Baden-Württemberg durchgeführt; knapp 200 Vereine haben an der Umfrage teilgenommen und liefern so ein valides Ergebnis: 51 der Vereine in Baden-Württemberg besitzen eine Beach Handball-Anlage.

Rund 50 % der Beach Handball-Anlagen in Baden-Württemberg verfügen über ein Beach Handball-Feld, 25 % über zwei und 25 % sogar über drei oder mehr Felder. Sanitäre Einrichtungen sind auf allen Anlagen in fußläufiger Entfernung zu erreichen. 50 % der Anlagen sind 10 Jahre und älter, die älteste Anlage wurde 1994 in Bartenbach bei Göppingen erbaut und eingeweiht; 20 % aller Anlagen wurden in den letzten fünf Jahren erbaut.

Es gibt über 50 aktive Beach Handball-Teams und über 30 Beach Handball- Jugendteams in Baden-Württemberg. Über 60% der befragten Vereine nutzen Beach Handball zur Vorbereitung auf Hallenhandball. 40 % der Befragten, die eine Beach Handball-Anlage besitzen (26 Vereine) veranstalten ein eigenes Turnier im Freizeit- und Fun-Bereich und 9 Vereine sogar als Teil einer Turnierserie (EBT = European Beach Tour und/oder GBO = German Beach Open); 17 Vereine mit Beach Handball-Anlage (25 %) veranstalten auch ein Beach Handball-Jugendturnier.

Die komplette Auswertung der Umfrage finden Sie hier

Bau einer Beach Handball Anlage

Zunächst einmal sollte man eine zeitliche, personelle und räumliche Planung des Anlagenbaus machen. Den zeitlichen Rahmen sollte man mit zwei bis drei Monaten veranschlagen - abhängig von den zur Verfügung stehenden Helfern. Bei einer ehrenamtlichen Helferschaft von ca. 20 Personen, die insgesamt ca. 800 Arbeitsstunden leisten, ist diese Planung realistisch; die Kosten belaufen sich (je nach Material und Konditionen) auf circa 20.000,- EUR (Stand: 2020).

Als erstes muss die Baugrube ausgehoben werden (30m lang x 14m breit x 0,7m tief).Nach der Umrandung der Baugrube (z.B. mit einer Holzbrettwanne oder Kunststoffrohren) wird die Grube mit einer Schotterschicht (0,3m) aufgefüllt (inkl. Drainagerohren). Dann werden Torhülsen (und ggf. Volleyballhülsen) einbetoniert. Nach der Auflage eines wasserdurchlässigen Vliesses (zum Rückhalten des Sandes) werden 0,4m Quarzsand (170t) augeschüttet; der Sand sollte mehrfach gewaschen sein und eine Körnung von 0,1mm – 0,5mm haben. Hinter den Toren empfiehlt es sich, Fangzäune anzubringen.